Wie gross ist die Verletzungsgefahr mit diesem dünnen Fuss-Überzug der Barfuss-Schuhe? Diese Frage stellt sich automatisch. Wir hatten anfangs allen Kunden empfohlen, sich nicht unbedingt in Geröllhalden zu begeben, da der Fuss von oben nicht geschütz ist. Nach Extremtest in der Sinaiwüste - wo von scharfem Vulkan- und rutschigem Sandstein, Granit, Lehm, Dornengestrüpp und steilen Geröllhalden alles getestet wurde, waren wir verblüfft, dass wir nach allen - fast masochistischen - Selbstversuchen praktisch keinen Kratzer an den Füssen abgekriegt hatten! Das Gefühl für jedes Steinchen am Boden ist derart klar und deutlich, dass auch hektische Schritte mit sofortiger, intensiver "Information" durch die Barfuss-Schuhe gemacht werden... in vielen Fällen wären wir mit klobigen Wanderschuhen getrampelt oder ausgerutscht. Der Fivefinger ist kein Sportkletterschuh - aber ein hervoragender "Kraxler" - wie eine Spinne oder Echse! In der Dunkelheit rempelten wir zeitweise in grosse Steine hinein und das tut den Zehen weh - aber auch nur fünf Minuten, dann ist die Welt wieder in Ordnung! Von Akazien- über Rosen- und Brombeerdornen bis hin zu kleinen Glasscherben haben wir ebenfalls alles riskiert. Auch hier benötigt es grössere Kaliber - jene die auch unsere normalen Schuhsohlen durchstossen. Wir dürfen hier nichts verharmlosen - wollen aber auch nichts dramatisieren... Passen Sie auf Ihren Körper auf und geniessen Sie die Beweglichkeit und "Klebrigkeit" die der Fivefinger verleiht. Mit mehr Muskeln können sie - gleichzeitig - fast nie arbeiten...
- Und nicht vergessen: Ihre eigenen, zu langen Fussnägel sind die grösste Dauergefahr für diese zweite Horhnaut der Barfuss-Schuhe!